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Blinde Flecken im Unternehmen: Warum die eigene Einschätzung oft täuscht

1. Okt.
2 Min. Lesezeit

Ein Team ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit gut funktioniert. Die Kommunikation stimmt, Meetings laufen effizient, alle ziehen am selben Strang – zumindest aus der eigenen Sicht. Eine Aussenperson braucht oft nur ein paar Gespräche, um ein anderes Bild zu erkennen: unausgesprochene Spannungen, Doppelspurigkeiten, Entscheidungen, die niemand mehr hinterfragt. Beide Bilder existieren gleichzeitig. Nur eines davon ist meistens sichtbar.


Hassan und Ursi von KMU Upgrade stehen nebeneinander vor neutralem grauem Hintergrund, Hassan in gestreifter Weste, Ursi mit verschränkten Armen in schwarzer Spitzenjacke. Bildtext: 'Blinde Flecken verschwinden nicht von selbst.


Warum Unternehmen ihre eigenen blinden Flecken kaum sehen


Wer jeden Tag mittendrin steckt, verliert den Vergleichsmassstab. Was vor Jahren aussergewöhnlich war, wird zur Normalität. Reibung, die von aussen sofort auffällt, gehört für die Beteiligten längst zum Alltag. Blinde Flecken im Unternehmen entstehen nicht, weil Führung oder Team unaufmerksam wären. Sie entstehen, weil Nähe automatisch Betriebsblindheit erzeugt.



Drei Gründe, warum die eigene Einschätzung täuscht


  1. Betriebsblindheit: Was täglich passiert, wirkt irgendwann normal – auch wenn es das nicht ist.

  2. Zurückhaltung nach oben: Mitarbeitende sprechen Probleme gegenüber der Führung seltener offen an, als Führungskräfte annehmen.

  3. Bestätigungsneigung: Man nimmt eher Signale wahr, die das eigene Bild bestätigen, und übersieht die, die ihm widersprechen.


Jeder dieser drei Effekte wirkt für sich unauffällig. Zusammen führen sie dazu, dass die Selbsteinschätzung eines Unternehmens regelmässig von der Realität abweicht – oft deutlicher, als den Beteiligten bewusst ist.


5 Hebel, um blinde Flecken im Unternehmen sichtbar zu machen


1. Regelmässig eine Aussenperspektive einholen – nicht nur bei Problemen, sondern auch als Routine.

2. Anonymes Feedback ermöglichen, statt nur in Meetings nachzufragen.

3. Führungssicht und Teamsicht aktiv gegenüberstellen, statt sie getrennt zu betrachten.

4. Auf einer strukturierten Standortbestimmung aufbauen, statt auf Bauchgefühl.

5. Die Einschätzung wiederholen statt einmalig durchführen – blinde Flecken verschieben sich, sie verschwinden nicht von selbst.



Ein typisches Beispiel


Ein Unternehmen geht davon aus, das Onboarding neuer Mitarbeitender laufe gut. Die Rückmeldungen in den ersten Wochen sind durchwegs freundlich. Erst ein Blick auf die Fluktuationszahlen der ersten sechs Monate zeigt ein anderes Bild: Viele verlassen das Unternehmen wieder, kurz nachdem der erste Eindruck verflogen ist. Die eigentliche Ursache liegt nicht im Empfang am ersten Tag, sondern in der fehlenden Begleitung danach.


Das sagen unsere Kunden über die Zusammenarbeit


Genau darum geht es auch in unserer Begleitung – ein Blick von aussen, der zeigt, was von innen nicht mehr auffällt:


„Hassan und Ursi schaffen eine offene, konstruktive Gesprächskultur, in der verschiedenste Themen Platz finden." – Alexandro Isler, Geschäftsführer, Druckerei Appenzeller Volksfreund


Fazit: Blinde Flecken im Unternehmen sind normal. Jedes Unternehmen hat sie, unabhängig von Grösse oder Branche. Entscheidend ist nicht, ob sie existieren, sondern ob sie aktiv gesucht werden – oder erst dann sichtbar werden, wenn sie bereits Wirkung gezeigt haben.

Wenn Sie sich fragen, wo die blinden Flecken in Ihrem Unternehmen liegen könnten, lohnt sich ein strukturierter Blick von aussen. In unserer kostenlosen Strategieberatung machen wir gemeinsam eine erste Standortbestimmung und zeigen auf, wo sich ein genauerer Blick lohnt.


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